Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Das Institut für Diagnostische Radiologie hält verschiedenste radiologische Untersuchungsmethoden für die medizinischen Fachabteilungen des EKO. vor. Es bietet die gesamte bildgebende radiologische Diagnostik sowie interventionell-radiologische Therapiemaßnahmen an.

Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. Jörg Neuerburg

Chefarzt Prof. Dr. med.
Jörg Neuerburg
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Lexikon

Begriffe aus der Radiologie in laienverständlicher Sprache.

Angiographie

Angiographie bezeichnet die Darstellung von Blutgefäßen mittels Röntgenstrahlen. Hierzu wird ein Kontrastmittel in das Blutgefäß gespritzt. Auf dem Röntgenbild zeichnet sich dann der mit Kontrastmittel gefüllte Gefäßinnenraum ab.

Bei den meisten Angiographien wird eine große Nadel ("Schleuse") in die große Arterie am Oberschenkel gestochen (invasives Verfahren). Über diese können dann weiche Drähte und Schläuche durch die Gefäße geführt werden, um den gewünschten Ort der Darstellung zu erreichen. Hier erfolgt dann die Gabe von Kontrastmittel.

Eine Angiographie wird durchgeführt, um z.B. Gefäßengstellen oder Blutungen aufzuspüren. Während die reine Diagnose zunehmend auch in CT, MRT oder Ultraschall erfolgen kann, erlaubt die Angiographie auch die direkte Behandlung der erkannten Probleme. Mit winzigen Ballons können Gefäßverengungen aufgeweitet (Ballondillatation), kleine Drahtkörbchen (Stent) können zur Unterstützung der Gefäßwände eingebracht und Blutungen von innen verschlossen werden. Auch besteht die Möglichkeit, Medikamente gezielt am Wirkungsort in das Blut zu bringen. Dies macht man sich zum Beispiel bei der Behandlung einer bestimmten Sorte von Leberkrebs (HCC) zu nutze, um die Chemotherapie direkt und in hoher Dosis auf die Leber einwirken zu lassen, und dabei die Belastung für die übrigen Organe zu minimieren (TACE = Transarterielle Chemo-Embolisation).

Nach einer Angiographie wird die Wunde mit einem Druckverband für 6 Stunden versorgt. Anschließend sollte der Patient noch die Nacht im Krankenhaus verbringen.

 
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