Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Das Institut für Diagnostische Radiologie hält verschiedenste radiologische Untersuchungsmethoden für die medizinischen Fachabteilungen des EKO. vor. Es bietet die gesamte bildgebende radiologische Diagnostik sowie interventionell-radiologische Therapiemaßnahmen an.

Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. Jörg Neuerburg

Chefarzt Prof. Dr. med.
Jörg Neuerburg
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Lexikon

Begriffe aus der Radiologie in laienverständlicher Sprache.

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)
Häufigkeit

häufigstes zum Tode führendes bösartiges Tumorleiden; ca. 36.000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland.

Vorsorge

Bisher konnten Vorsorge-Untersuchungen (Screening-Untersuchungen) in Form regelmäßiger Sputum-Untersuchungen oder Röntgen-Thorax-Übersichtsaufnahmen die Sterblichkeit des Lungenkrebses nicht senken. Dies liegt daran, dass die mit diesen Techniken gefundenen Tumoren häufig relativ groß und bereits weit fortgeschritten sind.
Lungenkrebsfrüherkennung mit Niedrig-Dosis CT (low dose CT)

Prinzip

Spiral-CT unter Verwendung dosisreduzierter Untersuchungsprotokolle.

Hintergrund

Lungenkrebs ist, mit ca. 36.000 Todesfälle pro Jahr allein in Deutschland, das häufigste zum Tode führende Malignom. Bisher konnten Vorsorge-Untersuchungen (=Screening-Untersuchungen) in Form regelmäßiger Sputum-Untersuchungen oder Röntgen-Thorax-Übersichtsaufnahmen die Sterblichkeit des Lungenkrebses nicht senken. Dies liegt daran, dass die mit diesen Techniken gefundenen Tumoren häufig relativ groß und bereits weit fortge-schritten waren.

Untersuchungstechnik

Der Einsatz der relativ neuen Technologie der Spiral-CT unter Verwendung dosisreduzierter Untersuchungsprotokolle erlaubt die Aufdeckung peripherer Bronchialkarzinome bereits bei einem Durchmesser von wenigen Millimetern.

Ergebnisse

Probleme der Niedrig-Dosis-CT ist aber die Abgrenzung bösartiger Befunde von gutartigen Veränderungen der Lunge.
Insgesamt wurden bisher in verschiedenen Vorsorgestudien, im Vergleich zu symptomatischen Patienten, kleinere Tumoren in früheren Tumorstadien bei besserer Resektabilität und mit besse-ren Fünfjahres-Überlebensraten gefunden. Zur Zeit kann allerdings noch nicht geklärt werden, ob sich durch ein regelmäßiges Niedrig-Dosis-CT bei Risikopersonen die Sterblichkeit an Lun-genkrebs senken lässt.
Die neuesten Daten zum Einsatz der Niedrig-Dosis-Spiral-CT zur Früherkennung von Lungenkrebs bei starken Rauchern zeigen, dass bei einer nur geringen Rate invasiver Maßnahmen wegen gutartiger Läsionen, zahlreiche Bronchialkarzinome diagnostiziert werden, die durchschnittlich klein ( 20 mm) und gut resektabel sind. Randomisierte wissenschaftliche Studien zur Überprüfung einer potentiellen Mortalitätsreduktion stehen unmittelbar bevor.

Literatur

Diederich S., D. Wormanns, W. Heindl. Lungenkrebsfrüherkennung mit Low-dose-CT ein Update. Radiologe 2002; 42 608 - 611.
Stellungnahme der Deutschen Röntgengesellschaft zum Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-CT

 
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