Klinik für Urologie
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  • Brachytherpie
  • Klinik für Urologie

    Die Klinik für Urologie zeichnet sich durch komplexe Operationen auf höchstem medizinischen Niveau aus. Besonders Eingriffe im Bereich der Krebstherapie, der Beckenbodenchirurgie und Therapien bei Inkontinenz infolge einer Prostatabehandlung sind maßgeblich für den Erfolg dieser Klinik. Wir behandeln operativ alle Tumorerkrankungen an Niere, Harnröhre, Harnblase, Prostata, Penis und Hoden und bieten falls notwendig auch eine nachfolgende Chemotherapie an. 

    Die Klinik für Urologie ist koordinierende Klinik im Kontinenz-und Beckenboden-Zentrum und unterhält in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten ein zertifiziertes Prostatazentrum.

    Chefarzt

    Chefarzt Dr. med. Sebastian Schmidt
    Tel.: 0208 881-1240
    Fax: 0208 881-1230

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    Brachytherapie

    Die Diagnose Prostatakrebs muss nicht automatisch bedeuten, dass die Prostata entfernt werden muss mit der damit verbundenen negativen Konsequenz für die Kontinenz und die Erektionsfähigkeit. 

    Für einige Patienten kommt als besonders schonende individualisierte Strahlen-Krebstherapie die Brachytherapie in Frage. Die Ergebnisse der Therapie sind bei richtiger Indikationsstellung denen der Prostataoperation vergleichbar.

    Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die Therapie vorstellen und Ihre Fragen dazu beantworten.

    Wenn Sie einen Termin zu einem Beratungsgespräch vereinbaren wollen, steht Ihnen unser Sekretariat gerne zur Verfügung (s. unten).

    Therapieverlauf

    Die Brachytherapie ist eine seit langem bewährte Therapieform. Unter dieser Therapie versteht man eine Strahlentherapie von innen.

    Bei der LDR-Therapie werden als Strahlenquelle, sogenannte Seeds, in die Prostata eingepflanzt. Diese sind etwa so lang wie ein Reiskorn aber nur etwa einen halben Millimeter dick. Diese Stäbchen sind so präpariert, dass sie gleichmäßig eine Strahlung an das umliegende Gewebe abgeben. Die Besonderheit ist, dass die Strahlung nur auf sehr kurze Distanz abgegeben wird. Die Behandlung schädigt das Tumorgewebe, sodass die Tumorzellen zerstört werden. Die Seedimplantation eignet sich vor allem zur Bekämpfung früh entdeckter, geringgradig aggressiver Tumore.

    Der Eingriff findet unter Narkose statt. Durch Hohlnadeln wird die Strahlungsquelle in die Prostata eingebracht. Über Ultraschall wird die Prostata vermessen und über ein computergestütztes Modell ergibt sich die individuell optimale Seed-Verteilung. Anhand des persönlichen Bestrahlungsplanes werden die Nadeln in das Organ eingebracht und die radioaktiven Seeds an exakter Stelle abgelegt. Das gesunde Gewebe der Prostata sowie die umgebenden Organe (Enddarm, Blase) können gleichzeitig sehr gut geschont werden.

       

    Für die Therapie bleibt der Patient in der Regel ca. 3 Tage bei uns. Am ersten Tag findet die Aufnahme mit weiterführenden Untersuchungen statt, am zweiten Tag erfolgt die Behandlung und am dritten Tag kann der Patient bereits nach Hause zurückkehren. Die Strahlung klingt im Laufe eines Jahres ab und die Partikel müssen nicht entfernt werden.

    Der Verlauf des PSA-Wertes ist nach dem Eingriff unterschiedlich von dem nach einer Prostataoperation.

    Bei der Brachy-Therapie arbeiten die Spezialisten der Klinik für Urologie, Prof. Dr. Klaus Höfner eng mit Dr. Gyorgy Löwey und seinem Team zusammen.

       

    Brachytherapie - Qualitätskriterien

    Die Klinik für Urologie ist federführend im zertifizierten Prostatazentrum Rhein Ruhr sowie im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum KOBEC integriert.

    Die Brachytherapie erfordert hohe Expertise in den medizinischen Disziplinen der Urologie und der Strahlenmedizin. Im EKO. ist diese fächerübergreifende Qualifikation im Ärzteteam der Klinik für Urologie vereint. Daher müssen wir nicht auf auf externe Ärzte zurückgreifen, wenn die Therapie angewendet werden soll.

    Durch unsere hohe Behandlungszahl von Patienten pro Jahr, können wir eine Expertise auf dem Gebiet vorweisen, die deutlich höher ist als die in anderen Krankenhäusern.

       

    Fragen und Antworten

    1.) Für wen kommt eine Brachytherapie in Frage?

    Für Patienten mit gering bis mittelgradig bösartigen Formen des Prostatakrebses, Ihr Urologe oder wir können Sie dazu aufklären, ob Ihre Form des Prostatakrebses für diese Behandlung geeignet ist. Ebenso kann die Größe der Prostata oder Voroperationen ein limitierender Faktor sein.

       

    2.) Ist das EKO. zertifiziert?

    Die Abteilung für Urologie ist zertifiziert im Prostatazentrum Rhein-Ruhr. Hierdurch wird die Expertise durch eine kontrollierte Anzahl von Behandlungsfällen sichergestellt.

       

    3.) Wie bekomme ich einen Termin?

    Über das Sekretariat der Klinik für Urologie, Tel.: 0208/ 8811220

       

    4.) Wie hoch ist das Risiko von Inkontinenz und Zeugungsunfähigkeit?

    Dadurch, dass die Anatomie der Prostata nicht verändert wird, kann auch keine Beeinträchtigung des Schließmuskels der Harnröhre entstehen. Demzufolge ist die Rate der neu aufgetretenen Inkontinenz zu vernachlässigen. Sehr selten können sich vorbestehende Blasenentleerungsstörung aber vorübergehend verstärken. Dies kann meist bereits durch eine medikamentöse Behandlung behoben werden.
    Längerfristig kann sich auch bei dieser Therapie in einer Minderzahl der Männer eine Verschlechterung der Potenz einstellen.

       

    5.) Bleiben die Seeds dauerhaft im Körper?

    Ja, es sei denn, sie werden durch eine Resektion der Prostata später entfernt.

       

    6.) Wo kann ich mich genauer informieren?

    Sprechen Sie uns gerne im Rahmen unserer Sprechstunde an oder holen Sie bereits Erkundigungen bei Ihrem behandelnden Urologen ein.

       

    7.) Können die Seeds wandern?

    Wenn die Seeds im Rahmen des Eingriffs korrekt platziert wurden, tritt dies in aller Regel nicht auf.

       

    8.) Stimmt es, dass meine Familie durch die Seeds in meinem Körper einer Strahlung ausgesetzt sind?

    Nein. Die Strahlenträger haben eine extrem kurze Strahlungsreichweite. Die Abgabe der Strahlen ist zudem zeitlich begrenzt. Laut Strahlenschutzverordnung sollte lediglich der direkte körperliche Kontakt zu Kleinkindern für wenige Monate gemieden werden.

     

     

     
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