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Pressemitteilung


Saturday, 22.10.2016
Arzt aus Oberhausen fordert Erste-Hilfe-Kurse an Schulen

Eine Herzdruck-Massage könnte vielen Menschen das Leben retten. Aber Ersthelfer haben oft Hemmungen. Evangelisches Krankenhaus will Ängste nehmen.


Den folgenden Text haben wir mit freundlicher Genehmigung von der WAZ in Oberhausen übernommen. Hier finden Sie den ursprünglichen Artikel.

 

Unvermittelt bricht ein Mann auf der Straße zusammen. Passanten stehen daneben, schauen hilflos zu. Regungslos liegt der Mann auf dem Bürgersteig, ist nicht mehr ansprechbar. Seine Überlebenschancen sind gering: Nur etwa zehn Prozent aller Patienten überleben einen Herzstillstand, wenn Rettungskräfte nicht unmittelbar zur Stelle sind. Für Dr. Mathias Friebe ist die Zahl sehr frustrierend. Denn: Würden Ersthelfer eingreifen, könnten bis zu 10?000 Menschen pro Jahr mehr gerettet werden, zitiert der Mediziner aktuelle Statistiken.

Als Chefarzt der Zentralambulanz im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen (EKO) hat Mathias Friebe das große Ziel, Menschen für das Thema Wiederbelebung zu sensibilisieren, ihnen die Angst zu nehmen. „Man kann nicht viel falsch machen, außer man macht gar nichts.“

Seine Forderung: Erste-Hilfe-Kurse sollte es schon in der Schule geben – so wie es die Kultusministerkonferenz schon vor zwei Jahren allen Bundesländern empfohlen hat. Einige Schulen haben diesen Rat angenommen, flächendeckend verpflichtend sind die Kurse aber nicht.

Dabei sei der Ansatz in den Schulen der beste Weg, das Thema Wiederbelebung in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken, sagt Friebe. Er empfiehlt die Kurse für Kinder ab zwölf Jahren. Von heute auf morgen könnten dadurch sicherlich nicht plötzlich Tausende Patienten gerettet werden. Der Erfolg würde sich auf lange Sicht einstellen. Das gesteckte Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in der Lage sein, einen Menschen wiederzubeleben. Im Moment liegt die Rate bei 30 Prozent. Immerhin. Vor wenigen Jahren lag sie noch bei 15 Prozent. In skandinavischen Ländern liegt sie dagegen bei 60 bis 80 Prozent. „Da behandelt man das Thema auch in der Schule“, erklärt Friebe.

Sofort mit der Massage beginnen
Kritik möchte der Arzt nicht üben. Er kann verstehen, wenn Menschen Angst hätten, etwas falsch zu machen. Oder gar Ekel vor einer Mund-zu-Mund-Beatmung empfänden. Aber: Wenn ein Mensch dank einer Herzdruck-Massage überlebt, sei ihm eine gebrochene Rippe mit Sicherheit egal.

Im Zweifel könnten Ersthelfer auch zunächst auf eine Beatmung verzichten, die Druckmassage sei in diesem Fall wichtiger. Drücken bis der Arzt kommt! Sein Ratschlag an alle Ersthelfer: Den Patienten erst laut ansprechen und ihn rütteln. Reagiert er nicht, sofort den Notruf wählen und mit beiden Händen kräftig auf den Brustkorb drücken, die Arme sollten gestreckt sein. Man müsse auch keine Zeit damit verschwenden, den Puls zu testen. „Ist eine Person leblos, sofort wiederbeleben“, rät Friebe.

Nadine Gewehr


 
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