EndoProthetikZentrum

EndoProthetikZentrum

Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist als EndoProthetikZentrum zertifiziert. Unter Endoprothetik versteht man den künstlichen Gelenkersatz. Bei einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk handelt es sich um Implantate (Endoprothesen), die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzen.

Ansprechpartner

Chefarzt Dr. med.
Peter Rommelmann
Tel.: 0208 881-1657
Fax: 0208 881-1119
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Das künstliche Kniegelenk

Wann ist ein künstliches Kniegelenk sinnvoll?

Bei schwerem Verschleiß des Kniegelenkknorpels (Gonarthrose) in Folge von Abnutzung, Erkrankungen, Entzündungen (Bakterien / Rheuma) oder Verletzungen (Knochen / Bänder / Meniskus) ist die Einpflanzung eines künstlichen Kniegelenkes sinnvoll, wenn zuvor alle nicht operativen (konservativen) Maßnahmen wie z. B. gelenkerhaltende Operationen, Spritzen ins Gelenk oder Schmerzmedikamenteneinnahme, physikalische und physiotherpeutische Behandlung ausgeschöpft sind. Entscheidend ist in aller Regel eher die persönlich empfundene Beeinträchtigung durch den Verschleiß und die Herabsetzung der Lebensqualität und nicht so sehr der Röntgen- oder Kernspinbefund.

Knietotalendoprothese (Knie TEP) 

Mit der Knietotalendoprothese (Knie TEP) kann das geschädigte Gelenk ersetzt werden, um so wieder eine schmerzfreie Funktion zu ermöglichen. In Deutschland werden jährlich etwa 180.000 Knieprothesen (Stand 2012) mit sehr großem Erfolg eingesetzt. Die Abbildungen zeigen ein normales Knie und ein verschlissenes Knie im Vergleich.

Individuelle Lösungen mit modernsten Prothesentypen

Das Endoprothetik-Zentrum hält ein umfangreiches Sortiment von drei Prothesentypen in vielen verschiedenen Formen und Größen sowie unterschiedlichen Verankerungsmöglichkeiten ständig vor (siehe Abb.). In Abhängigkeit von der zur Operation führenden Erkrankung, der Knochenqualität und Bandsituation, dem Alter und dem Aktivitätsniveau sowie sonstigen Einflussfaktoren (z.B. Allergien) kann so nach individueller Beratung und Planung die optimalste Prothese und Verankerungstechnik ausgewählt werden. Die Abbildungen zeigen die Umsetzung einer patientenindividuellen Prothese und die Implantation derselben.

Schonende Operationstechniken – lange Haltbarkeit.

Wir wenden, wenn möglich, knochen- und gewebeschonendere Operationstechniken an, um eine schnelle Heilung und Rehabilitation zu erreichen. Bei Erst-Implantationen und vielen Wechseloperationen hilft uns die computernavigierte Operationstechnik um die Implantationsgenauigkeit messbar zu steigern und so die Grundlage einer langen Haltbarkeit der Knieendoprothese zu schaffen. Die Bilder zeigen die Computereinheit und die Behebung einer schweren Fehlstellung mit optimaler Prothesenlage.

Kompletter Oberflächenersatz (ca. 90% der Fälle)

Sind alle tragenden Anteile des Kniegelenkes zerstört, der Kapselbandapparat ist jedoch weitgehend intakt und es liegen keine schwersten Gelenkfehlstellungen vor, wird die komplette Oberfläche des Kniegelenkes ersetzt. Die vorhandenen Bandstrukturen übernehmen aber im nachhinein die Führung des Gelenkes. Diese Gelenkform, welche am häufigsten eingesetzt wird, besteht in der Regel aus drei Teilen: Dem anatomisch geformten Oberschenkelanteil, einer Metallscheibe für den Unterschenkelknochen und einer Kunststoffplatte als Gleitfläche (siehe Abb.).

Gekoppelte Totalendoprothese oder Achsknie

Sind Gelenkknorpel und Bänder aufgrund von extremen Fehlstellungen, Verletzungen und Entzündungen zerstört, ersetzt diese Prothese nicht nur die beschädigten Anteile des Knorpels, sondern gewährleistet auch die Gelenkstabilität und die Wiederherstellung der anatomischen Gelenkachsen. Ober- und Unterschenkelteil sind durch eine Achse miteinander verbunden, ein Nachteil dieses Prothesentyps ist der etwas größere Knochensubstanzverlust.

Expertise in Revisions- und Wechseloperationen

Das Department für Endoprothetik verfügt auch über große Erfahrung in Revisions- und Wechseloperationen (infolge von Lockerungen, Bandinstabilitäten und Entzündungen). Aufgrund der steigenden Implantationszahlen und der älter werdenden Bevölkerung nehmen diese Wechseloperationen immer mehr zu. In Wechselsituationen kommen spezielle Revisionsimplantate, teilweise auch patientenindividuell gefertigt, zum Einsatz. Sehr häufig kann nach Austausch des Kniegelenkes eine gute Funktion und Gehfähigkeit wiederhergestellt werden. Die Bilder zeigen eine gelockerte Knie-TEP mit schwerer Fehlstellung und die Korrekturprothese (siehe Abb.).

 
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