EndoProthetikZentrum

EndoProthetikZentrum

Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist als EndoProthetikZentrum zertifiziert. Unter Endoprothetik versteht man den künstlichen Gelenkersatz. Bei einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk handelt es sich um Implantate (Endoprothesen), die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzen.

Ansprechpartner

Chefarzt Dr. med.
Peter Rommelmann
Tel.: 0208 881-1657
Fax: 0208 881-1119
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Ausbildungskonzept  "Spezielle Unfallchirurgie"

Klinik  Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Evangelisches Krankenhaus Oberhausen (Stand Jan. 2014)

 

Chefarzt :  Dr. med. P. Rommelmann

Vertreter :  Dr. med. O. Ackermann

 

Das Evang. Krankenhaus Oberhausen ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung. Am Hause befinden sich Abteilungen für Allgemein- und Visceralchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, Gefäßchirurgie mit endovasculärer Chirurgie und Phlebologie, Urologie, Kinderchirurgie, Gynäkologie mit Geburtshilfe und Praenataldiagnostik, Pädiatrie mit pädiatrischer Intensivstation, Kardiologie und Angiologie, Innere Medizin, Diagnostische und interventionelle Radiologie, Geriatrie mit Geriatrischer Rehabilitation, Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie sowie Pathologie. Es bestehen feste Absprachen von Konsiliarärzten für Neurologie, Neurochirurgie, Ophtalmologie und HNO-Heilkunde im Hause. Durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit werden  Patienten aller Altersstufen und aller Verletzungsmuster behandelt.

 

Das Evang. Krankenhaus Oberhausen ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg / Essen.

 

Nach der Zusammenführung der Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie und der Änderung der Approbationsordnung wurde ein neues Curriculum für die Weiterbildung ausgearbeitet.  Die 48monatige Weiterbildung nach der Basisweiterbildung Chirurgie wird in 4 Abschnitte zu je einem Jahr geteilt.

 

1. Jahr

Im ersten Jahr erfolgt ein vertieftes Verständnis der Biomechanik des Skeletts, der  Pathobiomechanik der Frakturen. Sämtliche der in der Klinik verwendeten Implantate sollen in ihrer Funktionsweise, ihrem Indikationsspektrum und sowie deren Grenzen sicher beherrscht werden. Dazu gehört das Wissen um alternative Verfahren aus dem operativen und dem konservativen Bereich, insbesondere die spezielle Gips- und Schienentherapie. Im operativen Bereich werden größere Eingriffe mit oberärztlicher Assistenz ausgeführt, bei kleineren Eingriffen werden jüngere Kollegen angeleitet. Dabei soll die gesamte OP-Planung und Vorbereitung selbstätig mit Rücksprache erfolgen; dazu gehört die Wahl des OP-Verfahrens und ein vollständiges Nachbehandlungskonzept bei Eingriffen leichter Schwierigkeitsgrade. Die sichere Beherrschung der akuten Notfallsituation und die selbsttätige Einleitung der erforderlichen, ggfs. interdiziplinären Diagnostik wird vorausgesetzt. Das BGliche Heilverfahren soll sicher beherrscht werden. Eine kontinuierliche, eigenständige Weiterbildung zB. durch Fachzeitschriften wird erwartet.

 

Der Schwerpunkt des ersten Jahres liegt in der Schaffung der theoretischen und praktischen Grundlagen der großen Unfallchirurgie.

 

2. Jahr

Im zweiten Jahr sollen mittlere Standardeingriffe selbstätig ohne oberärztliche Assistenz durchgeführt werden. Weichteilrevisionen und Wundbehandlungen sollen eigenständig erfolgen. Eine sichere Beurteilung der Frakturen und des adäquaten Behandlungsverfahrens, die sichere Beherrschung der intraoperativen Durchleuchtung und eine situativ angepasste, kritische, auch intraoperative Selbstreflexion und Korrekturfähigkeit wird vorausgesetzt. Rücksprachen sollen im allgemeinen den Charakter einer Information haben und nicht zu wesentlichen Korrekturen Anlass geben. Die Führung auch schwieriger Patienten und Angehöriger und deren adäquate Information in Form und Ausdruck sollen eigenständig geleistet werden. Weiterhin ist die Kenntnis und Umsetzung einer medizinisch wie ökonomisch rationalen Diagnostik und Therapie auch bei schwierigen Fällen gefordert. Bei mehreren Therapieoptionen soll eine sinnvolle, differenzierte Abwägung erfolgen. Wir erwarten einen vollständigen Überblick über das eigene Handeln und die Fähigkeit, dies zu rechtfertigen.

 

Der Schwerpunkt des zweiten Jahres ist die Perfektionierung der vollständigen, zielgerichteten Behandlung von schwierigen Fällen und die Weiterentwicklung der persönlichen OP-Technik.

 

3. Jahr

Im dritten Jahr erfolgt der Übergang zu großen Operationen unter oberärztlicher Assistenz; Revisionseingriffe, Verbrennungs- und Wundmanagement sowie die Komplikationsbehandlung sollen eigenständig und sicher beherrscht werden, ebenso wie sekundäre Korrekturen. Der Schwerpunkt im dritten Jahr liegt auf der Verfeinerung der operativen Technik und der Heranführung an große Eingriffe.

 

Eine Identifikation mit den Zielen der Klinik, eine Unterstützung organisatorischer Abläufe und die wohlwollende Korrektur und Integration jüngerer Kollegen wird erwartet, ebenso ein differenziertes Verständnis medizinischer, organisatorischer und ökonomischer Notwendigkeiten der Klinik und deren Optimierungsmöglichkeiten.

 

Zum Erreichen dieser Ziele erfolgt eine Rotation in 6 monatlichen Abschnitten. Die Rotationsfolge wird mehrere Wochen im Voraus schriftlich bekannt gegeben. Die Abschnitte gliedern sich in Ambulanz und UC-Stationen sowie Intensiv- und Wachstation. Durch die Rotationszeiten soll eine ständige Beschäftigung mit allen Gebieten der Klinik erreicht werden.

 

Es werden täglich eigenständige Visiten mit Verbandswechseln durchgeführt, 2 mal wöchentlich erfolgt eine Oberarzt- bzw. Chefarztvisite. Besondere Fälle werden stets vom zuständigen Oberarzt begleitet, Routinefälle können eigenständig geführt werden. Zu Beginn  des Tages erfolgt jeweils eine Röntgenbesprechung aller Befunde mit allen Ärzten der Abteilung, nachmittags eine postoperative Visite aller operierten Patienten.

 

Zu Beginn der Ausbildung erhält jeder Arzt eine Übersicht über die Standardprozeduren der Klinik mit Vorgaben für die Physiotherapie und Nachbehandlung.  Diese wird laufend aktualisiert und steht in gleicher Form für die Pflegekräfte und die Physiotherapie zur Verfügung. Eine sichere Kenntnis des Behandlungsstandards fördert das Verständnis der Behandlungsstrategie in der Klinik und erlaubt eine Konzentration auf komplizierte Fälle mit abweichendem Schema.

 

Die Operationsanleitungen aller in der Klinik verwendeten Implantate werden zur Weiterbildung im OP-Trakt vorgehalten, um jedem Arzt eine effektive Vorbereitung auf seine Eingriffe zu ermöglichen und das Indikationsspektrum, die Stärken und Schwächen aller Implantate kennen zu lernen. Die Vollständigkeit wird kontrolliert, um eine Abdeckung des gesamten Gebietes zu gewährleisten.

 

Weiterhin wird bei Bedarf ein interaktives Training der Röntgenbefundung mit dem Thieme Röntgen-Trainer durchgeführt, dieser enthält etwa 1600 Röntgenaufnahmen. Mit dem Röntgentrainer schaffen wir einen Einstieg in das Gebiet und eine breite Basis an praxistauglichem Wissen, da auch viele seltene Befunde anhand von Originalbildern gezeigt werden.

 

Sonographische Untersuchungen der Bewegungsorgane einschließlich Arthrosonographien werden mit dem abteilungseigenen Sonogerät durchgeführt und fachärztlich begleitet. Im Schockraum ist ein weiteres Sonografiegerät für Notfalluntersuchungen lokalisiert. Hüftgelenksonografien bei Säuglingen werden in Kooperation mit der Paediatrischen Abteilung durchgeführt. Die entsprechenden Untersuchungen hat jeder Weiterbildungsassistent selber zu dokumentieren.

 

 

Die Osteodensiometrie wird in Kooperation mit dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie durchgeführt.

 

In 2 wöchentlichen Abständen werden abteilungsinterne und  z. Teil auch fachübergreifende Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt u. a. mit Vorträgen zu wesentlichen orthopädisch - unfallchirurgischen Krankheitsbildern.

 

In jedem Weiterbildungsabschnitt sollen jährlich ein bis zwei Weiter- bzw. Fortbildungsveranstaltungen besucht werden. Die Teilnahme an externen Weiterbildungsmaßnahmen, z.B. Sonografie-Kurse/ ATLS-Kurse/AO Kurse/Seminare sind Teil des Weiterbildungskonzeptes, werden gefördert.

 

Alle Mitarbeiter haben einen freier Internet Zugang und  Multimedia Arbeitsplatz. Es steht den Mitarbeitern eine Bibliothek mit wesentlichen , überwiegend fachbezogenen Büchern und ausgewählten Zeitschriften (in digitaler und Papierform) zur Verfügung.

 

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Entsprechend dem jeweiligen Ausbildungsstand werden Gutachten erstellt.

Die weitere Ausbildung erfolgt unter oberärztlicher Aufsicht nach den Fähigkeiten des Arztes in Weiterbildung. Dabei wird bewusst das eigenständige Handeln gefördert, aber bei Unsicherheit zur Rücksprache ermutigt. Durch die täglichen Besprechungen, an denen alle Ärzte teilnehmen, ist ausreichend Zeit für Rücksprachen und Fragen. Zusätzlich wird für jeden operierten Patienten die weitere Behandlungsstrategie bereits im OP besprochen, festgelegt und schriftlich fixiert.

 

Orthopädisch-pädiatrische Patienten werden in Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgischen Abteilung, rheumatologische Patienten interdisziplinär mit der Medizinischen Klinik behandelt, wobei der Schwerpunkt der Abteilung auf dem operativen Gebiet liegt. Mit zunehmender Erfahrung werden schrittweise mehr Aufgaben in die Verantwortung des Arztes gelegt. Der Gang der Ausbildung geht hierbei von den Grundkenntnissen im Notfallmanagement, der Diagnostik und der Therapie über eine Erweiterung der praktischen Fertigkeiten hin zu den elektiven Feinheiten und Spezialfällen des Fachgebietes. 

 

Zur Überprüfung und Steuerung des Lernfortschritts erfolgen jährliche Gespräche des Chefarztes mit den Ärzten in Weiterbildung. Darin werden Stärken und Schwächen ausführlich besprochen, um ggfs. frühzeitig gegensteuern zu können. Ein kurzes Protokoll des Gespräches wird verfasst und dem Arzt ausgehändigt. In einem Weiterbildungsheft / Checkliste werden die absolvierten theoretischen Kurse, Fortbildungen und die erlernten Techniken (Anzahl Assistenzen, Operationen, Sonografien, Punktionen etc.) vom Arzt in Weiterbildung notiert und archiviert.

 

 
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