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EKO wird zentrale Humanmilchbank

Unser Krankenhaus wird als zentrale Humanmilchbank Teil eines Netzwerkes, das dafür sorgen soll, dass alle Frühgeborenen in NRW mit Humanmilch versorgt werden können.

Seit gut einem halben Jahr gibt es die Humanmilchbank im EKO. Aufgebaut wurde sie mit Hilfe von Fördergeldern des Landes. Nun hat das EKO erneut Gelder erhalten – diesmal um die Netzwerkbildung für eine flächendeckende Versorgung zu fördern.

„Wir sind eine von fünf zentralen Humanmilchbanken in NRW“, sagt Dr. Julia Zilz, Oberärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche und Leiterin der Humanmilchbank. „Das heißt, wir werden unseren Milchpool erweitern, sodass wir auch andere Kliniken ohne Humanmilchbank mit Humanmilch versorgen können.“ Bislang war die Milchbank beschränkt auf das EKO – sowohl was die Spenderinnen angeht als auch die Babys, die die Milch erhalten. 

70.000 Euro Fördergelder

Das EKO hat im Dezember 70.000 Euro vom Land erhalten, um sich auf die Aufgaben als zentrale Humanmilchbank vorzubereiten. 16.000 Euro steuert das Haus aus Eigenmitteln bei. „Wir werden die Milchküche vergrößern, neue Lagermöglichkeiten und Transportboxen anschaffen und ein automatisiertes Temperaturüberwachungssystem einrichten“, sagt Dr. Zilz. Sie ist außerdem dabei, ein Netzwerk aus kooperierenden Kliniken aufzubauen. Mit vier Häusern gibt es bereits entsprechende Absichtserklärungen – „und das ist erst der Anfang“. Dabei erhalten die kooperierenden Kliniken nicht nur Humanmilch, sondern können auch spenden. Sie werden außerdem durch unsere Mitarbeitenden geschult. Die Milch wird an die kooperierenden Kliniken zum Selbstkostenpreis abgegeben. Kliniken, mit denen wir nicht kooperieren, können ebenfalls Humanmilch erhalten – dann ist der Preis allerdings höher. 

Auch die zentralen Humanmilchbanken arbeiten eng zusammen. „Wir möchten unsere Standards und Verträge anpassen, sodass wir eine ähnliche Grundlage haben“, sagt Dr. Zilz.

Humanmilchbank wird sehr gut angenommen

Die Humanmilchbank im EKO wird seit dem Start im Juni sehr gut angenommen. „Die Spendenbereitschaft unter den Müttern ist sehr hoch, das freut uns natürlich“, sagt Dr. Zilz. „Fast jede Mutter möchte Milch spenden.“ Die Familien, deren Kinder Humanmilch erhalten, seien sehr dankbar. Manchmal ist es sogar so, dass ein Baby zunächst gespendete Milch erhält und die Mutter später selbst zur Spenderin wird. „Dass die Humanmilchbank gut läuft, ist vor allem ein Erfolg, weil wir so den Frühgeborenen einen möglichst guten Start ins Leben ermöglichen können. Das ist es, was zählt.“

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