Erfolgreiche Behandlung einer ungewöhnlichen Erkrankung
Ärztinnen und Ärzte aus den Bereichen Kinderchirurgie und Unfallchirurgie haben Augusto gemeinsam behandelt. Er kam mit einer lebensbedrohlichen Sepsis als Notfall ins EKO. „Die Ursache dafür war eine eitrige Entzündung im Hüftknochen“, sagt Dr. Lars Burghardt, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie. „Die Folge: Sein Hüftgelenk war zerstört“, ergänzt Dr. Peter Rommelmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Wir mussten es entfernen. Das war ein komplexer Eingriff von über zwei Stunden.“
Grund für die massive Entzündung, die den Knochen zerstörte, war eine Tuberkulose. „Das ist eine Erkrankung, mit der wir es hier in Europa fast nie zu tun haben“, sagt Dr. Rommelmann. Einmal erkannt, konnte diese Erkrankung mit zusätzlichen Antibiotika behandelt werden, so genannten Tuberkulostatika, die in Deutschland nur selten angewandt werden müssen. Augusto war insgesamt fast sieben Wochen im EKO. „Wir mussten unter anderem im OP aufwändige Verbandswechsel durchführen, damit die Wunde gut verheilt. Augusto war einige Zeit auf der Kinderintensivstation“, sagt Dr. Burghardt.
Nun ist Augusto wieder zurück im Friedensdorf. Sein Bein ist nach der Entfernung des Gelenks drei bis vier Zentimeter kürzer, aber das werde mit entsprechenden Schuhen ausgeglichen, sagt Dr. Rommelmann.
Bei einer Kontrolluntersuchung hat der Chefarzt Augusto getroffen, da konnte der Junge bereits ohne Gehstützen laufen. „Das ist ein großer Erfolg“, sagt Rommelmann.
Das Friedensdorf International hilft seit 1967 verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten durch medizinische Behandlungen in Europa.
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