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Neuer Klinik-Atlas der Bundesregierung ist irreführend

Der von Bundesgesundheitsminister Lauterbach ursprünglich zum 1. Mai angekündigte Klinik-Atlas ist nun mit gut 14-tägiger Verspätung an den Start gegangen. Dr. Peter Quaschner, Geschäftsführer des Ev. Krankenhauses Oberhausen, kritisiert das Portal heftig.

„Der Klinik-Atlas verunsichert Patientinnen und Patienten durch falsche, teils veraltete und unzulängliche Zahlen“, sagt Quaschner. So fehlen in der Darstellung des EKO zahlreiche Kliniken des Krankenhauses, wie die Gefäßchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, Radiologie und das Sozialpädiatrische Zentrum. Auch das BrustZentrum MülheimOberhausen wird nicht aufgelistet, genauso wenig wie die Versorgung Schwerverletzter im zertifizierten TraumaZentrum. Ebenso ist die Bettenzahl mit 439 statt 452 nicht korrekt, und auch die angegebene Zahl der Pflegekräfte ist niedriger und verzerrt somit das Bild.

„Grundsätzlich befürworten und fördern wir Transparenz in der deutschen Kliniklandschaft. Aber der Klinik-Atlas basiert auf einer unzureichenden und intransparenten Datenerhebung, die ein völlig falsches Bild unserer Leistungen vermittelt“, bemängelt Quaschner. „Hier wurde handwerklich sehr schlecht gearbeitet.“

Bis vor kurzem empfahl das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite noch das Deutsche Krankenhausverzeichnis der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Dieses Portal bietet seit Jahrzehnten eine gute Orientierung für Patientinnen und Patienten über die Krankenhauslandschaft in Deutschland. „Der neue Klinik-Atlas greift auf genau die gleichen Daten zurück wie das Deutsche Krankenhausverzeichnis und bietet somit keinerlei Mehrwert für Patientinnen und Patienten“, so Quaschner.

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