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    Pressemitteilung


    Thursday, 02.02.2017
    Spannende Themen auf dem Hebammensymposium

    Über 600 Hebammen haben sich in Oberhausen getroffen und diskutiert


    Hebammen informieren sich auf dem Symposium sowohl über „Dauerbrenner“ als auch über aktuelle Themen ©Frank Mücke/comed

    Die Leitende Hebamme des EKO., Carolin Buttke, moderierte die Veranstaltung ©Frank Mücke/comed

    Stirbt der Beruf der Hebamme aus? Wie interpretiere ich ein CTG? Und wie gehe ich mit einer Schulterdystokie um? Über 600 Hebammen und Hebammenschülerinnen haben in Oberhausen über diese und weitere Themen diskutiert. Das Symposium, das die Klinik für Geburtshilfe des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen (EKO.) zum elften Mal ausrichtete, spiegelte einen Berufsstand im Umbruch. 24.000 Hebammen gibt es in Deutschland, aber nur ein Drittel arbeitet angestellt in einer Klinik, die Mehrheit davon sogar in Teilzeit. Dabei finden 98 Prozent aller Geburten in Kliniken statt. Die Folge: Allerorten fehlen Hebammen.

     

    Ist es die magere Bezahlung, die Hebammen in die freiberufliche Vor- und Nachsorge treibt, wie es Professor Michael Abou-Dakn vermutete, Chefarzt einer großen Berliner Geburtsklinik. Oder ist es das Unbehagen an der  Einordnung in einen klinisch durchorganisierten Betrieb, wie Susanne Steppat vom Deutschen Hebammenverband sagte. 

    Carolin Buttke, Leitende Hebamme am EKO., hielt dagegen: „Man kann auch in Kliniken selbstbestimmt arbeiten, am EKO. ist selbstständiges Arbeiten möglich und auch erwünscht.“ Aber das ist offenbar nicht in jeder Klinik der Fall. 

     

    Defizite macht Verbandsvertreterin Steppat auch auf ganz anderem Gebiet aus: „Was mir manchmal fehlt, ist der Stolz auf den Beruf“, sagte sie unter Beifall. Gemessen an anderen Ländern sei Deutschland da immer noch Entwicklungsland

     

    Chefarzt Prof. Dr. Stephan Böhmer, Oberärztin Dr. Fahimeh Jabbari und die Leitende Hebamme Carolin Buttke hatten zu der Veranstaltung am Samstag, 28. Januar 2017, in die Luise-Albertz-Halle eingeladen und freuten sich über das große Interesse der Hebammen. 


     
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